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Das Aus für die „Grüne Kathedrale“?           

 

Wie alles begann

 

Hier möchte ich erzählen, wie es dazu kam, dass ich heute Groovpate  und Baumschützer bin, denn alles begann mit den Bäumen und mit jeder Menge Hilflosigkeit und Traurigkeit. Wenn ich hier zunächst von vielen negativen Erfahrungen berichte, so bitte ich um Geduld, denn dies ist eine Geschichte, die auch eine positive Wendung nimmt und die Hoffnung weckt. Sie zeigt einmal mehr die große Bedeutung ehrenamtlichen Engagements auf. Es ist nicht wahr, was so mancher Mitbürger behauptet: „da kann man ja sowieso nichts machen....“            

Eines Tages im Winter 2006, es ist Januar, gehe ich wieder einmal meine Runde durch das Zündorfer Wäldchen. Ich wohne ganz in der Nähe, oben an der Kirche beim Einkaufszentrum. Von hier aus kann man zwischen den Häusern die Baumkronen sehen.

Zu dem Zeitpunkt wohne ich bereits 17 Jahre  hier mit meiner Familie. 2 meiner 4 Kinder sind inzwischen ausgezogen. Wenn der Doppelstress von Familie managen und Teilzeitberufstätigkeit zuzüglich einiger Ehrenämter mich mal wieder zu sehr umklammert, gehe ich hinaus zu den Bäumen, ans Rheinufer. Überaus beruhigend wirkt es dort auf mich, natürlich besonders im späten Frühjahr und Sommer, wenn alles dicht belaubt ist. Aber auch der Wechsel der Jahreszeiten hat seinen Reiz. Ich staune immer wieder, wie unterschiedlich dieser Ort zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten leuchtet und wirkt, wie unterschiedlich in Licht und Schatten, Farbe und Struktur der Blätter.

Im Januar ist es sehr still hier, nur die Schiffe hört man tuckern, ab und zu einen Hund bellen oder einen Vogel rufen. An diesem Morgen ist es kalt, sehr winterlich, und ich denke daran, wie schwierig es für manche Tierarten ist, den Winter heil zu überstehen. Zum Beispiel für die Halsbandsittiche, die ja eigentlich keine heimische Vogelart sind und sich doch ganzjährig hier aufhalten. An meinem Lieblingsbaum will ich Halt machen. Er hat eine Nisthöhle, aus der in jedem Frühjahr die Köpfchen der Jungsittiche herausschauen. Ich frage mich, ob die Tiere auch bei Kälte in diesen Höhlen Zuflucht suchen. Da durchfährt es mich eisig – der Baum ist nicht mehr da! Nur ein Stumpf. Er ist gefällt und liegt im frostüberzogenen Gras. Ich bin so geschockt, dass ich kaum denken kann. Mein Spaziergang ist alles andere als eine Erholung geworden. Unter Tränen gehe ich heim.

Ich denke daran, dass ich nie wieder dort stehen werde. Ich bin unendlich unglücklich.

Meine Trauer schlägt um in Wut. Ich will Gründe wissen. Ich muss etwas herausfinden. Dann rufe ich an beim Grünflächenamt, die sagen, ach, ein Baum mit einem grünen Schild dran, ja, da sind wir nicht zuständig, sondern das Wasser- und Schifffahrtsamt. Aber wenn da Sittiche drin hausten, war er wohl morsch und musste wegen der Verkehrssicherung gefällt werden, sagen Sie. Ich belasse es dabei, der Baum wird mir nicht wiedergegeben werden können. Da kann man nichts machen...

Dann hängt eines Tages ein Schild an einem der Bäume, mit dem die Stadt zu erklären versucht, warum sie nun massiv Bäume fällt, in einem Abschnitt südlich unterhalb der Groovteiche. Der Wald wird kahl und kahler.

Ich gehe nur noch selten hinunter, kann das Gekreisch der Sägen nicht ertragen, halte innerlich daran fest, dass ja auf meinem Lieblingsweg noch  - fast - alle Bäume stehen.

Aber dann wird später im Jahr 2006 weiter gefällt, rund um die Groovteiche fallen  Pappeln, riesige Weiden werden grausig verstümmelt, alte Obstbäume verschwinden von einer Wiese. Ich kann es nicht glauben, überall kreischt die Säge, überall liegen Stämme, und das schon VOR Kyrill.

Das Grünflächenamt meldet sich auf eine Mail hin bei mir, erklärt wieder etwas von Verkehrssicherungspflicht, eigentlich müssten ja alle Pappeln weg....Sie beruhigen mich. Leider keine Emails, keinen Schriftverkehr, nur ein Anruf. Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, was sie gesagt haben.

 

Nach Kyrill

Nach dem Sturm haben viele das Gefühl, nun geben sie dem Kind einen Namen. Es gibt ja Sturmschäden, es ist ja gefährlich! Aber es gibt keine öffentlichen Erklärungen an die Bevölkerung. Warum die Pappeln dran glauben müssen, warum im Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet Zündorfer Groov, und warum zudem auch noch dauernd während der Pflanz- und Brutzeit, nach dem 28.02., dazu sagt niemand etwas. Sie tun es einfach. Nicht nur hier, auch in Langel, Poll, Porz.

Ich kann das nicht akzeptieren, schreibe per Email und persönlich an Bürgermeister Josef Müller, der ja Zündorfer ist. Er antwortet sofort, weist auf die Neupflanzung der 1400 Miniweidenpinnchen hin. Ich freue mich erst, er scheint auch besorgt zu sein. Aber dann, bei meinem nächsten Spaziergang, kommt mir die Galle hoch bei all den sauberen Stämmen, den gesunden Stümpfen der gefällten Bäume.

Mein Sohn hat in Rodenkirchen von den dortigen Rodungen und den anschließenden Bemühungen der Baumschützer gehört, ich habe eine Visitenkarte, und der Kampf um unsere schönen Bäume an der Groov beginnt.

Der Gedanke, dass sie beschließen könnten, alle Pappeln zu fällen......Die grüne Kathedrale würde abgerissen, kein Specht würde hier mehr hämmern, keine Fledermaus in der Nacht umherfliegen, kein Sittich mehr kreischen und seine Jungen aufziehen. Viele Jahre lang nicht. Bis irgendwann irgendetwas nachgewachsen wäre. Und das würde sicher keine Pappel sein. Wo würden wir sie dann noch finden, die großen hohen Bäume mit ihren rauschenden Kronen – so frage ich mich, und viele andere auch.

 

Hilfe von der anderen Rheinseite

Nachdem ich  im Pappelpark die Sägen vermehrt gehört und die Baumstümpfe beim Spaziergang gesehen habe, schreibe ich am 16.04.07 ein Email an die Rodenkirchener Baumschützer, um mir Rat zu holen. Zu diesem Zeitpunkt rechne ich eigentlich nicht mehr damit, dass man mir von Amts wegen helfen oder auch nur meinen Anliegen Verständnis entgegen bringen könnte. Bereits am 17. habe ich eine erste Reaktion auf meine Mail. Ich mache Fotos, lasse sie im Eildienst entwickeln und sende einige davon den Baumschützern. Nach erster Begehung und einem Treffen, an dem auch Leute vom Verein Nabis uns unterstützen, beginnen wir Plakate zu entwerfen, diese werden gleich ausgedruckt, am 22.04. hängen sie bereits überall im Wäldchen, wir sammeln in der Nähe der Fähre unsere ersten 100 Unterschriften gegen das Fällen. Mit weiteren Plakaten laden wir zum Tag des Baumes am 25.04.  zu einem Treffen an den Tennisplätzen ein. An dem Tag geht nicht nur ein Brief ans Grünflächenamt raus, es kommen tatsächlich auch einige Bürger, wir sammeln wieder Unterschriften, tauschen Erfahrungen aus. Im Gegenzug besuchen nun meine Tochter, mein Mann und ich die Rodenkirchener in ihrem Pappelpark bei einer Aktion. Auch dort führen wir Bürgergespräche, machen Pläne, sammeln Unterschriften, hängen Plakate auf.

In den kommenden Tagen schreibe ich an einige Prominente und Vereine, um Mitstreiter für den Baumschutz in Zündorf zu finden. Erste gute Reaktion kommt von Herrn Schäfer vom Landhaus Zündorf, der seinerseits alles tut um uns zu unterstützen und Kontakte herzustellen. Enttäuschend sind vor allem fehlende Antworten/Reaktionen von NABU, aber auch von den hiesigen Ortsvereinen. Es wird immer mehr deutlich, dass die Pappeln einigen Menschen nicht so am Herzen liegen wie uns, ja, dass sie sogar manchen Menschen ein echter Dorn im Auge zu sein scheinen.

Dennoch sind sehr viele Bürger und Anwohner, aber auch Besucher der Groov für den Erhalt des Baumbestandes. Anfang Mai haben wir bereits fast 300 Unterschriften, nach nicht mal 2 Wochen.

Am 07.05. gibt es ein Arbeitstreffen in der Stadt, die Internetseite der Kölschen Baumschützer soll nun auch über die Groov berichten. Auch an Inhalten von Flugblättern wird gefeilt.

Ich erfahre zufällig, dass noch in der gleichen Woche über die Bäume beschlossen werden soll. Ich kaufe eine Zeitung, stelle entsetzt fest, dass die Sitzung am selben Tag ist, am 08.05., gehe hin und höre den Bericht des Gutachters sowie den anschließenden Beschluss zur Fällung.

Viele Versuche, in diesen Tagen auf das Problem aufmerksam zu machen, laufen ins Leere. Es erscheint ein erster Artikel mit Bild von den Bäumen. Die Darstellung ist zunächst recht negativ, kranke Bäume, Notwendigkeit der Fällung. In der nächsten Zeit erleben wir jedoch, dass auch die Presse versucht, die Sache objektiv von allen Seiten zu beleuchten.

 

Gespräche mit dem Grünflächenamt und den Politikern

Am 15.05.07 meldet sich das Grünflächenamt. Herr Handt ruft mich an, verspricht mich zu informieren, mit mir im Gespräch zu bleiben. Herr Dr. Bauer, sein Chef, will  wissen, ob eine schriftliche Antwort nötig sei. Ich antworte, wenn ich über weitere Schritte informiert werde und wir im Gespräch bleiben, könnte ich darauf verzichten. Herr Handt verspricht eine Begehung, allerdings, um nicht „Befindlichkeiten“ zu wecken, bedarf es erst mal der Klärung mit den Politikern, dann Ortstermin mit mir/uns.

Am 17.05.07 übergeben wir Herrn Oberbürgermeister Schramma bei der Eröffnung des Inselfestes hier in Zündorf eine Petition mitsamt 300 Unterschriften. Herr Schramma, in Anwesenheit seines persönlichen Referenten, Herrn Motter, führt ein Gespräch mit uns, schickt sogar jemand anders weg: „Jetzt nicht, ich führe hier ein Bürgergespräch“. ...Man werde sich kümmern.

Wir nützen das Inselfest zu weiteren Bürgergesprächen und zum Füllen der Listen.

Herr Steinmetz gibt in seinen Zündorfer Nachrichten einen Teil des Gutachtens bekannt. Wir haben aber schon bald eine Kopie des gesamten Gutachtens vorliegen.

Frau Rombach, eine Baumpflegerin, gibt nach einer Begehung eine vielfach anders lautende Meinung über die Bäume ab. Wir lernen viel von ihrer Art die Bäume zu untersuchen.

Kurze Zeit darauf, am 30.05.07 haben wir mit Herrn Handt vom Grünflächenamt die angekündigte Begehung. Er erklärt das Gutachten, die daraus folgenden Maßnahmen und was er sich vorstellt, wie man es machen könnte. Eigentlich eine ermutigende Sache.

Im Juni, am 25., wird dann den Bürgern bei einer SPD-Veranstaltung das aus dem Gutachten folgende Konzept im Schulzentrum Heerstraße durch Herrn Dr. Bauer vorgestellt. Es fällt aber wesentlich schärfer aus als Herr Handt es angekündigt hatte und weckt unseren erneuten Protest.

Es gibt noch Zeitungsartikel, Telefonate, aber der Sommer zwingt allen eine Pause auf. Die Entscheidung über die Bäume soll am 21. August gefällt werden. Wir laden die Bürger wieder an die Groov ein, mit Vermerk auf bevorstehende Entscheidung. Im ganzen Dorf werden Plakate + Handzettel verteilt, vielerorts liegen Listen aus. Der BürgerInfoTreff am 12.08. ist sehr erfolgreich. Allein an dem Tag sammeln wir 200 Unterschriften. Ein großes Banner, das ein Rodenkirchener entwirft und herstellt, hängt später am Landhaus Zündorf.

 

Entstehung der Groovpaten

Als nächstes laden wir die Politiker ein, uns an der Groov zu treffen. Am 19.08. Punkt 14 Uhr folgen die Herren Stadoll, Salzmann, Frenzel – SPD - tatsächlich dieser Einladung. Wir beginnen sofort eine Unterhaltung, eine Menschentraube bildet sich. Herr Stadoll macht den Vorschlag, Groovpaten einzusetzen. Er fragt mich direkt ob ich das machen will. Ich sage erst mal zu. Ruth Lui wird auch gefragt. - Herr Steinmetz, CDU, kommt, Zimmermann (KSTA) und Denzer(Rundschau) kommen dazu, gegen 16Uhr erscheint noch Herr Ehses von den Grünen. Herr Loesch hat eine Band gebracht, die Reggae-ähnliche Musik macht. Das Beste wird die Gesprächsrunde im Landhaus mit Politikern und Baumschützern. Am Ende scheint man sich einig, dass ein Beschluss am 21.08. nicht gefällt werden kann.

Di. 21.08.07 BV-Sitzung. Es wird nicht beschlossen. Einige Bürger sind da, einige Baumschützer auch. Das Konzept soll überarbeitet werden, ein fachliches Gespräch und eine Begehung werden anberaumt. Am 13. Sept. bei der nächsten BV-Sitzung soll entschieden werden.

Herr Steinmetz hat die Gründung eines Vereins“ Die Groov-Paten“ vorbereitet. Er lässt mich meinen Namen in eine Liste eintragen.

Am 27.08. werde ich vom KSTA zu der Verschiebung des Beschlusses befragt, der Artikel dazu erscheint am 30.08. Ich werde auch vom WDR5 angerufen. Wolfgang Steil will innerhalb der Sendereihe „Geht doch!“ ein Interview mit mir machen.

Nebenbei erfahre ich durch einen Mitstreiter, dass die Gründungsveranstaltung des Groovpaten-Vereines ansteht, am selben Tag wie unsere geplante Gründungsveranstaltung BI „Rettet die Groov“. 

 

Gründung der BI und Beschluss der BV

Am 29.08.07 ist dann tatsächlich vormittags das Interview mit Herrn Steil. Abends gehe ich in den Wehrturm zur Gründungsversammlung des Groovpaten-Vereins, bleibe dort noch solange um mich in eine Liste mit einzutragen und gehe dann zu meiner Bürgerversammlung, wo ich den Leuten (oberer Saal im Landhaus rappelvoll) die ganze Geschichte von vorne erzähle und wir dann planen wie es weitergehen soll. Viele Leute hinterlassen ihre Adressen, helfen danach vielfach bei Veranstaltungen und werden seitdem per Verteiler immer über das Neueste informiert. Wir sind eine Bürgerinitiative(kurz BI) mit Namen „Rettet die Groov“!

Am 10. 09. werden wir über den von CDU, SPD, Grünen und FDP verfassten Änderungsantrag zum Groovumbau in Kenntnis gesetzt. Dieser wird wunderbarer  Weise tatsächlich am 13.09.07 bei der BV-Sitzung (Bezirksvertretersitzung) beschlossen. Was uns am Beschluss gefällt, sind vor allem folgende Aussagen: „Es ist ein Programm zu entwickeln, das vorsieht, jeden Baum so lange wie möglich zu erhalten. Der Umbau des Pappelbestandes soll langfristig erfolgen. Der Tierwelt muss die Möglichkeit zur Anpassung gegeben werden.“ Der Beschluss spricht auch von der Mitwirkung der Groovpaten. Ruth und ich werden als Groovpaten bestätigt, müssen uns erheben, damit alle uns sehen.

In den nächsten 2 Monaten gibt es viele kleine Dinge. Die BI „Rettet die Groov“ nennt sich künftig Kölsche Baumschützer Porz-Zündorf. – Wir haben Probleme die im Gutachten genannten Bäume zu finden und erbitten einen Lageplan. Ruth zeichnet einen auf eine lange Tapetenrolle, eine unendliche Mühe, die uns sehr hilft. – Wir erhalten die Einzelbaumbewertungen. – Es gibt eine weitere Begehung mit Frau Rombach – Wir haben Ärger wegen eines Flugblattes. – Das Wasser- und Schifffahrtsamt hält uns mit Fällarbeiten entlang des Rheinufers auf Trab. – Wir fahren zum BAFF nach Bonn. Eine Organisation, die sich dem Fledermausschutz verschrieben hat(und da spielt der Erhalt alter Bäume eben auch eine besondere Rolle). Es gibt Fledermäuse an der Groov! – Herr Stadoll verteidigt die Rolle der Einzelpersonen als Groovpaten. Nicht nur der Verein hat Rechte. Er verweist gegenüber der Stadt, die nur den Verein anspricht,  auf den Beschluss und erhält Dr. Bauers Zusage, die Einzelpersonen mit einzubeziehen. –

Am 27.11. erfolgt ein Probebaumschnitt an einem Baum Nähe Fähre. Das Echo ist sehr unterschiedlich. Der Baum sieht erst mal schlimm aus. Der Schnitt ist aber im Vergleich zu Kappungen in Rodenkirchen noch moderat. Die vor Ort versammelten Politiker wollen jedoch nicht hinnehmen, dass man den Schnitt auf alle anderen Bäume ohne eine Liste der Einzelmaßnahmen einfach überträgt. Sie wollen eine solche Liste, die bereits angefordert war, abwarten.

Da wir uns eine besondere Vorgehensweise beim Beschneiden der Bäume, nämlich ein Vorgehen nach anerkannten Regeln gemäß ZTV Baumpflege (hier nur die Übersicht) wünschen, wo abgestufte Maßnahmen ausführlich beschrieben werden und das Schneiden auf Zug- oder Versorgungsast gefordert wird, verfassen wir ein Schreiben, dass am 15.01.08 an Dr. Bauer und Cc an die BV ergeht.

 

Der Erfolg und der Beginn der Arbeiten

Letztendlich erreichen wir folgendes:  Es wird eine Kombination aus Kronenrückschnitten gemäß ZTV Baumpflege, Kronensicherungsschnitten, vereinzelten Fällungen und Nachpflanzungen, überwiegend Eschen (Zusagen auch für andere Baumarten), geben. Am 11.02.2008 erfolgt eine denkwürdige Begehung der Groov, anwesend die Bezirksvertreter einschließlich Herrn Krämer, Bezirksbürgermeister, zusammen mit den Herren vom Grünflächenamt, Dr Bauer, Herrn Schroer und einem dritten Mann, außerdem wir Groovpaten (Judith Langer; Ruth Lui wurde vertreten durch Fr. Seidel-Banks), um noch einmal die angekündigten Maßnahmen zu besprechen. Die am letzten Ortstermin eingeforderte Liste der Einzelmaßnahmen war zur letzten BV-Sitzung vorgelegt, aber nicht akzeptiert worden. Eine neue detailliertere Liste mit Begründungen ist erstellt und bei dieser Begehung vor Ort durchgegangen und besprochen worden.

Wir hatten eine 3-stündige (!) ausführliche Begehung, bei der meist die einzelnen Bäume, manchmal aber auch gleichartige Gruppen betrachtet wurden. Im Ganzen kann man sagen, dass man uns weitest möglich entgegengekommen ist, in dem man uns beispielsweise zugesagt hat, wo es möglich ist, den Musterbaumschnitt mit Versorgungsast durchzuführen, oder es hieß im Zusatz "wie Musterbaum oder weniger". (Eine genaue Beschreibung dieser Begehung mit ihren wichtigen Entscheidungen und Folgen für den Umbau des Groovbaumbestandes wird es an anderer Stelle geben.)

Bereits wenige Tage später beginnen die Schnittmaßnahmen. Sie ziehen sich über viele Wochen hin. Wir beobachten das Ganze, führen hier und da Gespräche mit den Arbeitern, fotografieren auch. Fast noch länger als das Schneiden dauert das Aufräumen der Berge von Baumschnittabfällen, die zum großen Teil gleich geschreddert werden. Es ist traurig zu sehen, wie so viel von den herrlichen Bäumen wegkommt, aber wir sind auch stolz, weil durch die Anstrengung einiger Bürger mit Unterstützung der Vielen und durch die gute Zusammenarbeit mit Politikern und Verwaltung ein radikales Fällen verhindert wurde.

Die Bäume treiben im beginnenden Sommer schnell aus und erfreuen uns viele Wochen mit dem Rauschen ihrer belaubten Kronen. Auch die Vögel haben sich nicht hindern lassen zu nisten. Zwar herrscht durch fehlendes Mähen der Wiesen etwas „Unordnung“, für die Tiere ist es paradiesisch.

Neue Bäume, Eschen, sind entlang der Allee gepflanzt worden, auch einzelne Schwarzpappeln an einigen Stellen. Alle scheinen gut angegangen zu sein.

 

Der Herbst 2008 kommt nun mit großen Schritten. Unsere Pappeln stehen noch und dürfen ihr Laub abwerfen und zur Ruhe kommen, bis ein neuer Frühling sie wieder grünen lässt.

 

Zündorf im Herbst 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

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